Polianders Zeitreisen

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Polianders Migration

04.09.2018 · poliander

Poliander kam 1487 zur Welt. Von Geburt her hieß Poliander Johann Gramann, oder Graumann, was das gleiche ist. Er stammte wohl aus einer Handwerkerfamilie aus dem  in Neustadt an der Aisch. Die neue Ansiedlung lag in der Nähe der alten, Riedfeld, die wiederum am Flußübergang einer alten Heeres- und Handelsstraße, seit dem achten Jahrhundert wissen […]

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Ausgrabung
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Ein Gebirge, ein Kristall

17.04.2018 · poliander

Anfängliche Wärme, Anfang April, in Essen blühen Forsythien am Bahndamm, schwache Nebel aus Blüten steigen in Bäumen auf, dünnes Grün auf Zweigen, der lang Erwartete kommt in dünnem Kleid, der Frühling, und manche mögen sein Suffix nicht, weil sie glauben, jedes, das auf -ling endet, müsse ein dienstbarer Geist sein oder ein unmündiges Kind. 

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Augenweide
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Unbekannte Manuskripte, nächtliche Briefe, Polianders subjektive Sicht

16.04.2018 · poliander

„Nächtliche Briefe“, sie sehen aus, als wären sie im Dunklen geschrieben. Wie sonst hätten sie geschrieben sein können: Irgendwo ist es immer dunkel. Grau grau sichtbar unsichtbar: als wären Fäden über das Blatt gezogen, schwarzweiß auf Grau, grau auf Schwarzweiß. Nächtliche Briefe, als wäre Papier knapp gewesen, immer noch ein Brief steht auf dem selben […]

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Augenweide
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Illusion und Fremdheit

15.03.2018 · poliander

Auf dem Bahnsteig: sitzen im Zug, warten, dass er fährt. Spürt zuerst der Körper das Fahrgestell anrucken, sieht zuerst das Auge, wie das Bild im Fenster sich verändert? Blick hinaus: Dinge geraten in Bewegung. Äh, welche jetzt? Wenn das Schiff am festen Strande      hinfährt auf dem Wogenpfad, Glauben die im Schiffe manchmal,      was […]

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Erregung
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Mit englischen Grüßen

23.12.2017 · poliander

Genug durch den Berufsverkehr geradelt, genug Schülerinnen und Schüler getadelt, genug am Schreibtisch gehockt, ausreichend Leute in die Filiale gelockt, genug Kunden umschmeichelt, oft genug die Brieftasche gestreichelt, genug online bestellt, genug Süßes neben die Tastatur gestellt, genug in Boutiquen geguckt, viel zu viel Geschenke nach Hause gehuckt, genug Plätzchen gebackt, genug Socken verpackt, viel […]

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Begegnung · Ohrenschmaus
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Fauna

04.07.2017 · poliander

Durch das offene Fenster krähen die Krähen ab vier. Undefinierbares Zwitschern, undefinierbar für P., einst Kennerin jedes einzelnen Vogels im Zwitschervolk, das war Kinderspezialwissen, dagegen ist P. heute ahnungslos. Gegen fünf rennt ein Eichhörnchen die Lärche hoch. Aus dem Baum kommt ein Schmatzen, weil das Tier Lärchentriebe verzehrt.

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Begegnung

terra a.: mit Augen und Ohren wieder im steinigen Land

28.08.2016 · poliander

Touristin: du bist und du bleibst fremd. Dann siehst du die Orte wieder oder Bilder davon, liest ein Buch, siehst einen Film, und die Verbindung ist wieder da. Hören und lesen: die Geschichten, die Menschen erzählen, die ein anderes Band mit dem Ort verbindet, den auch deine Augen gesehen haben. Sehen: Bilder, die hat wer […]

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Begegnung
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Hamburger Buchnacht

10.08.2016 · poliander

Leserinnen, Leser, Zuhörer und Zuhörerinnen sind wärmstens eingeladen zur Hamburger Langen Nacht der Literatur am 3. September 2016 an vielen Orten in der Stadt, aber ganz besonders in der Zentralen Bibliothek Frauenforschung und Genderstudies Monetastr. 4, 20146 Hamburg Unterwegs mit starken Frauen ist die Einladung der Bücherfrauen überschrieben. Frauen, von denen sie begeistert sind, suchen […]

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Buchstabenfracht
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Friedenau hören stundenlang

23.03.2016 · poliander

Der Winter, so unverhältnismäßig warm er war, nimmt im März kein Ende. Trügerische Sonne, eispfeifiger Wind. Der fitscht erst recht durch die Straße, wenn die Sonne tagelang nicht scheint. Lila und blau stehen Krokusfelder, übern Kopf wird weiter die Kapuze gestülpt und nur einmal wieder abgenommen: wenn nach dem Stop beim Süßkramdealer die Hörer auf […]

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Ausgrabung
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Osten. Verschränkte Lektüren

13.03.2015 · poliander

– es ist das Fahren, was P. so gern hat, fahren durch die Zeit, die wintergegerbten Wiesen, beinahe wie Steppen erscheinend am Rand der Strecke, felderweise die gerade aufgegangene Saat, handhohes Grün unterm bewegten Himmel, über den die Wolken fahren.

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Begegnung · Buchstabenfracht
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