Polianders Zeitreisen

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Ein Gebirge, ein Kristall

17.04.2018 · poliander

Anfängliche Wärme, Anfang April, in Essen blühen Forsythien am Bahndamm, schwache Nebel aus Blüten steigen in Bäumen auf, dünnes Grün auf Zweigen, der lang Erwartete kommt in dünnem Kleid, der Frühling, und manche mögen sein Suffix nicht, weil sie glauben, jedes, das auf -ling endet, müsse ein dienstbarer Geist sein oder ein unmündiges Kind. 

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Augenweide
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Mit englischen Grüßen

23.12.2017 · poliander

Genug durch den Berufsverkehr geradelt, genug Schülerinnen und Schüler getadelt, genug am Schreibtisch gehockt, ausreichend Leute in die Filiale gelockt, genug Kunden umschmeichelt, oft genug die Brieftasche gestreichelt, genug online bestellt, genug Süßes neben die Tastatur gestellt, genug in Boutiquen geguckt, viel zu viel Geschenke nach Hause gehuckt, genug Plätzchen gebackt, genug Socken verpackt, viel […]

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Begegnung · Ohrenschmaus
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Regenadvent

14.12.2015 · poliander

Gibt es noch halbleere U-Bahnen? Man muss sich nicht festhalten, niemand fällt um. Neue Gesichter, neugierige Blicke, andere Kopfbedeckungen, müde Augen, Blicke und Blicke. Poliander sitzt auf dem Eckplatz einer Dreierbank, neben P. zwei Frauen, die sich kichernd was erzählen und dabei aus kleinen Flaschen trinken. P.s Gegenüber starrt auf P.s U-Bahn-Lektüre: “Wenn Eltern zuviel […]

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Schönste Stellen
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Die Mondnacht

15.04.2015 · poliander

Ohne Neumond keine Sonnenfinsternis, ohne Vollmond kein Ostern. Die Sonnenfinsternis sah P. durch die einfachste denkbare Camera obscura, für die P. nicht mehr benötigt als zwei Blatt Papier und eine Nadel. Winzig erscheint die vom Mondschatten verbliebene Sonnenbarke aufs Papier projiziert und steht Kopf: keine Barke, ein Schirm. Ein Sonnenschirm. Und dann nimmt der Mond […]

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Erregung
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Neues Jahr: salzig bleiben

30.12.2014 · poliander

Geheimnisvolle Nächte: Zeit, die sich auf zwölf Tage ausstreckt. Zwölfmal Tag und Nacht, wird’s da, kaum hell, schon gleich wieder dunkel, haben die Gedanken Zeit, sich den Geistern zuzugesellen, die Geister zu den Gedanken. Das geht nun schon seit, um das Mondjahr mit dem Sonnenjahr zu versöhnen, zwölf Tage in den Kalender eingefügt wurden, die […]

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Buchstabenfracht
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Rosen in den Rauhnächten

23.12.2013 · poliander

    Poliander wünscht allen Leserinnen und Lesern eine ruhige Zeit, Wege durch Park und Garten, Wald und Feld, durch die Stadt und über Land, gute Stunden mit Freundinnen und Freunden, Sonne, Mond und Stern, Stille und Gesang. Koordinaten: Die Sonnenwendnacht ist die längste, Epiphanias jedoch ist es einen Hahnschrei länger hell.

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Augenweide
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Die Verehrte

17.11.2013 · poliander

Poliander Theatergängerin, glühend auf billigen Plätzen, im deutschen Theater kostete die Restkarte 3 Mark, den Platz suchte man sich selber. Die achtziger Jahre: Alexander Lang inszenierte “Dantons Tod”, sofort legendär spielte Christian Grashof darin Danton und Robespierre, ja, das geht, sofort verliebt waren alle in die Stimme von Margit Bendokat, Marion. Sofort verehrte jede Julie, […]

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Erregung
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