Polianders Zeitreisen

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1898 auf einem Weinberg erbaut. Kurzbericht mit Einladung

06.05.2018 · poliander

Frühjahr 1898: Nach einem Jahr Bauzeit war das Künstlerhaus Loschwitz fertig. Gebaut wurde es auf dem vormaligen Weinberg Unger. Damals war Loschwitz schon ein Vorort von Dresden, aber noch selbständig. Der Architekt, Martin Pietzsch, kam aus Dresden. Ein Künstlerhaus – von Anfang an so geplant, ein Haus mit Ateliers und Wohnungen, ein Ort zum Leben […]

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Buchstabenfracht · Schönste Stellen
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RuhrgeBEATgirls: Sie haben einfach gespielt

13.10.2017 · poliander

1968 war sie 20 Jahre alt, Ilse Köppen aus Duisburg-Duissern. Im Jahr zuvor hatte sie von einem Freund gehört, eine Mädchen-Beatband, in der seine Cousine Bass spielte, suche „eine Gitarre“. Diese Mädchen-Beatband – es soll die erste gewesen sein, in Deutschland vielleicht, in NRW wahrscheinlich, sicher im Ruhrgebiet, hieß „The Rag Dolls“. Ilse wollte die […]

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Begegnung
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Luscinia megarhynchos, Zeitgefühl und Arbeitsteilung

09.06.2016 · poliander

Am hellen Vormittag singt sie an unserem Platz, der von einer Autobahnabfahrt überspannt und geteilt wird. Oben rauscht es, unten gehen die Leute zum Supermarkt, rasch die meisten, denn aus dem Gestrüpp dringt faulig süßer Geruch, dessen Ursprung nur eine Pflanze sein kann, denn er erscheint jeden Frühsommer und verschwindet pünktlich vor dem Eintreffen des […]

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Ohrenschmaus
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Die Füchse im Sommer

08.07.2015 · poliander

Ehe die Goldruten kommen Anfang August, blühen die Linden. So oft wir umziehen in dieser Stadt, jedes Mal: die Linden da draußen. Ein Flirren, blassblauer Himmel, der ins Gelbe scheint, weiß zu glühen beginnt schon gegen zehn. Braunes Mehl unter Linden treibt zusammen wie Schnee, Papierstücke rollen dahin. Blütenrispen sinken zusammen den lieben heißen Tag, […]

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Begegnung
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Morgendliche Straße

20.05.2015 · poliander

Morgendliche Straße. Jogger laufen woanders. Das ist kein Park hier, kein Gehölz. Wer hätte gemeint, dass Splitt so riecht. Er knirscht unter den Sohlen, wo sonst, es ist still genug: das Knirschen zu hören und das Rauschen der Hochstraße, die man nicht sieht: an diesem Ort- Ohh, can’t anybody see– Die Orte existieren.

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Reisebrief

Poliander im Ostragehege

16.03.2015 · poliander

Die Landschaft kennt P. von CDFs Bild. Verwunderlicher Titel: Das große Gehege. Ostragehege: eine Landschaft in Dresden. Ostra soll Insel heißen. Literatur ist immer / auch Insel, Ostragehege auch eine Zeitschrift für Kunst und Literatur. Ostragehege in der 75. Ausgabe: Gedichte nicht nur aus dem Ungarischen, Texte nicht nur aus der Slowakei, Gespräch mit Ulrike […]

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Buchstabenfracht
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Heim:Weh West:Berlin

01.12.2014 · poliander

Das Jahr der 25 Jahre geht hin. Jedes Ost- und DDR-Thema ist von vorn bis hinten beredet, wie schon vor 20, 15, 10 und 5 Jahren, jedes Klischee  ist zum hundertsten Mal gedreht, gewendet, beschrieben. Alle haben ihre Geschichte erzählt und wieder erzählt, analysiert, und die Geschichten, die weggelassen werden, sind auch immer noch die […]

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Ausgrabung
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Vom Zeichengerät schaute man bis nach Buchenwald

01.02.2014 · poliander

Am Morgen, besonders wenn die Jahreszeiten wechseln, hängen Nebel in den thüringischen Hügeln und flachen Senken, sie geben dem Laub im Herbst seine brennende Farbe. Fährt man mit dem Zug über Weimar nach Erfurt, sieht man rechterhand auf dem Ettersberg den Glockenturm von Buchenwald stehen. Auch ohne Ortskenntnis versteht man, dass dieser Turm ein Zeichen […]

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Ausgrabung
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Rosa Herbst

30.10.2013 · poliander

  Eine Pflanze zeigt ihre blassen Früchte, die seltsame Akebie, deren Ausläufer sich winden, klettern, umeinanderschlingen, hinauf ranken, von wo die Früchte herabhängen. Sie ist nicht hier geboren: die Berlinerin kommt immer von anderswo. Wer sie sehen möchte, nimmt  abseitige Wege, im Zentrum des Geschehens wächst sie nicht. Die Blüten schaun wir uns nächstes Jahr […]

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Schönste Stellen

Besuch im Ökohaus

13.04.2013 · poliander

Im Vorfrühling, der sich dieses Jahr unendlich und trist dahindehnt, reiste Poliander nach Frankfurt an den Main. Nicht um wie sonst am Main zu spazieren und überm Glitzern des Flusses einen Apfelwein zu trinken, in Rosen und Palmengarten zu schauen. Auch Frankfurt kann trist sein, unter Hochbahnen und an einsamen Parkplätzen. Poliander besuchte die Frauennotruf […]

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Reisebrief
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