Polianders Zeitreisen

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Kranz oder Krone (57) – statt ins Bücherregal schaut P. ins Landleben

01.06.2020 · poliander

Liebe Leserinnen und Leser,
mit Vergnügen kündigt Poliander an:

Die Geduld der Wanderratte
Ein Märchen von Poliander

seit vorgestern online auf dem Begine-Blog. Bitte oben auf den Titel des Märchens oder hier klicken. Dauer der Lesung: zirka zehn Minuten.
Die Wanderratte gestattet einen tiefen Einblick in einen verborgenen Winkel des Tierlebens auf dem Lande.
Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen!

Zündblättchen und Lesenacht

Das Zündblättchen Nr. 50, in dem das Märchen zusammen mit den schönen Scherenschnitten von Carla Schwiegk erschien, ist übrigens bei der Herausgeberin Else Gold noch erhältlich.

Als Zugabe nur für Frauen die Ankündigung, dass die
Begine – Treffpunkt und Kultur für Frauen
demnächst wieder öffnet. Mehr Information hier.

Und in eigener Sache: Zwar bedeutet Normalisierung längst nicht Normalität, doch kehrt das öffentliche Leben aus der Zurückgezogenheit schrittweise zurück. P. wird “Kranz oder Krone” darum ab Folge 60 vorerst aussetzen oder auflockern und Beiträge auch wieder den bislang üblichen Kategorien zuordnen. Und wenn Sie meinen, für P. habe sich doch nichts geändert, sei sie doch ganz normal jeden Tag an ihrem Schreibtisch zu Hause, den man auch Homeoffice nennen kann: P. ist nicht nur Zeitreisende, sondern schreibt auch in der Zeit und analog diesseits und jenseits der Grenzen des eigenen Büros – im Vorraum des Lieblingskinos, in der Bibliothek, im Café, in Zügen, im botanischen Garten, auf Spielwiesen… überall da, wo ein Notizbuch und ein paar Stifte Platz finden. Die meisten dieser Orte werden nach und nach wieder zugänglich – unsere Stadt.

Koordinaten 1: Die Geduld der Wanderratte. Ein Märchen von Poliander. Mit Scherenschnitten von Carla Schwiegk. Als Zündblättchen Nr. 50 herausgegeben von Else Gold und WEH 2012
Koordinaten 2: 181.815 (Zahl laut Robert-Koch-Institut vom 1. Juni 2020, 0 Uhr, online aktualisiert 7:50 Uhr). Genesene: 165.200 (vom RKI geschätzte Zahl laut Lagebericht vom 31. Mai 2020)

Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (56) – Baumglück und die Erinnerung an eine Kommandantura

29.05.2020 · poliander

Blick aus dem Fenster: Die voll ergrünten Bäume verhindern den Blick auf das Gerüst dort drüben, am Ende der Straße, oben, unten, schräg gegenüber. Ach, draußen sein!

Geräusch: Klappern und Schlagen von Metall auf Metall zeigt an, was geschieht: Das Gerüst, das am Anfang des “Lockdowns” aufgebaut wurde, wird nun abgebaut. Das Dach ist repariert, sieht aus wie neu. P. und der Gefährte hoffen nur, dass die Fledermäuse, deren es viele gibt in der kleinen Straße, weiterhin in den Dächern wohnen und in der Dämmerung durch die Luft flitzen. Drinnen sein können und draußen sein, auch die Flügelmäuse.

Keine Trugschlüsse: Es ist noch nicht vorbei.

Das grüne Kleid der Linden ist schütterer als im vergangenen Jahr, große Stücke fehlen im Flickwerk auf Ästen und Zweigen. Das dritte Jahr im Regenmangel setzt den Stadtbäumen zu, nicht fünf, nicht zehn, Hunderte und Tausende Liter Wasser stehen im Minus.

Keine Trugschlüsse. Gute Schlüsse sind Güsse! Und wo es Vorgärtlein gibt, am besten nicht auf die viel zu kleinen trockenen Baumscheiben gießen, sondern in die Vorgartenflächen hinein, unter die die Bäume ihre Füße stecken, das gute, saugfähige Wurzelwerk, das nach Feuchtigkeit lechzt.

Draußen sein: Am Himmelfahrtswochenende spazierten der Gefährte und P. durch Dahlem, durch den Südwesten von Berlin, auf der Suche nach dem Gebäude der einstigen Alliierten Kommandantura. Wind ging, aber feste! Scharfe Luft, wie oft in der Stadt, in der märkischen Sandbüchse. Pollen tanzten auf Nasen, Staub verirrte sich hinter Brillen. Als zwischen Habelschwerdter und Thielallee, zwischen Thielpark, Corrensplatz und Triestpark ein Gebäude mit kräftig besäultem Portikus, aber recht bescheidenen Ziegelbändern auftauchte, fragten wir uns: Das da etwa?

Hatten wir doch im Umfeld so manches Gebäude gesehen, das repräsentativer wirkte. Das hier, Kaiserswerther Str. 16 bis 18, auf den ersten Blick erschien es großmäulig und schmallippig zugleich. Zudem: War das Ding nicht ein wenig unterdimensioniert, um das oberste Machtgremium der vier alliierten Besatzungsmächte Berlins zu sein? Doch wie vieles, was in den späten 1920er Jahren – hier 1926 bis 1927 – gebaut wurde, enthüllt seine Eleganz sich auf den zweiten Blick.

Ehemals saß im Gebäude, das der Architekt Heinrich Straumer baute, der Verband der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten. Innen soll es Art déco geben, sogar viel davon, “überbordend” steht in der Landesdenkmalliste. Wir sind: draußen.

Gut, ein bisschen vernachlässigt, Jalousie unten, Jalousie oben. Wir sind in Berlin. Und heute befindet sich in diesem Gebäude keine Kommandantur mehr, sondern das Präsidialamt der Freien Universität. Da beweist ja bereits der Name, dass es so preußisch nicht zugehen kann. Aber das Detail, Material, Form, Proportion. Na? Übers verschnörkelte Törchen am Zugang sieht der Fotoapparat glatt hinweg, das zeigen wir nicht, das muss wohl eine Schreberseele hier angeordnet haben.

Nun die Alliierte Kommandantura: Schon 1944 hatten die Alliierten beschlossen, Berlin gemeinsam zu besetzen und eine gemeinsame Regierungsbehörde, eben eine Kommandantura zu bilden. Inmitten der sowjetisch besetzten Zone bekam das besetzte Berlin einen besonderen Status, besetzt von vier Mächten und übrigens demilitarisiert, letzteres allerdings bald nur noch in den Westsektoren der Stadt.

Zunächst tagte die Alliierte Kommandantur in der sowjetischen Zentralkommandantur. Dann aber zog die gemeinsame Kommandantura nach Dahlem in ein eigenes, in dieses Gebäude. Warum es gewählt wurde? Wer weiß. Die Stadt war zerstört, in Dahlem war sicher einiges mehr erhalten geblieben als in vielen anderen Bezirken. Hier regierte die Kommandantura aus vier Alliierten von 1945 bis 1948, nämlich bis zu dem Tag, als man sich nicht über eine gemeinsame Währungsreform einigen konnte. Die einseitige Währungsreform der drei Westmächte führte letztlich dazu, dass Sowjetunion zuerst den Alliierten Kontrollrat, dann auch die Kommandantura verließ. Über die in jeder Hinsicht für Berlin und Deutschland folgenreiche Währungsreform kann die Berlinerin noch einmal extra trauern, schon, weil zunächst diskutiert worden war, in ganz Berlin die “Bärenmark” einzuführen. Statt dieser charmanten Tierwährung kam die DM im Westen, eine eigene Währung im Osten und die Blockade. (Also, die West-Berliner!nnen mit ihrer Blockade, das ist eine extra Geschichte, die lassen wir hier… draußen.)

Regiert haben die Alliierten mit ihren “Anordnungen an den Berliner Magistrat und an den Oberbürgermeister”. Das Wort “Magistrat” scheint gemeinsam mit dem sowjetischen Stadtkommandanten Alexander Kotikow abhanden gekommen zu sein. Später hieß die Stadtregierung nur noch im sowjetischen Sektor Magistrat, im Westen Senat. Später hatten die Beschlüsse der Alliierten Kommandantur, die de facto nur noch aus drei Alliierten bestand, de facto auch nur noch Wirkung in West-Berlin.

Seitdem die Sowjetunion raus war aus der Kommandantura, blieb der vierte Fahnenmast vor dem Gebäude genauso leer wie drinnen der Stuhl des sowjetischen Vertreters. Im Alliierten Kontrollrat übrigens wartete man seit dem Auszug des sowjetischen Vertreters 1951 immer ein paar Minuten, ob er nicht doch noch erschiene. Aber das kam nicht mehr vor. Die Geschichte des Alliierten-Kontrollrats-Gebäudes am Kleistpark, nämlich des Kammergerichts, ist eine wahrhaft deutsche, wahrhaft schreckliche Geschichte. Die erzählt P. eines Tages auch noch.

Es sind so viele Geschichten zu erzählen. Nicht dass P. irgend etwas Gutes an Covid-Nr.-19 fände, in das Geraune von der “Krise als Chance” stimmt P. keineswegs ein. Irgendwann hätten P. und der Gefährte sich so oder so nach Dahlem begeben, um die Alliierte Kommandantura zu suchen und sie zu finden. Nun also jetzt.

Die Stadt ist trocken, die Bäume warten auf einen Guss, egal, ob Covid-Nr.-19 ist oder nicht. Das Glück der Bäume besteht aus der Balance von Sonne und Regen, aus dem Gleichgewicht von Licht und Wasser. Wir Glücklichen können das Wasser geben.

Also, liebe Leser!nnen, und dann frohe Pfingsten!

Koordinaten 1: Alliierte Kommandantura, Verbandshaus der öffentlichen Feuerversicherungsanstalten in der Landesdenkmalliste.

Literatur:
Andreas Hallen /Bernhard Müller (Hrsg.), Berlin zu Fuß. Hamburg: VSA-Verlag 1987
Martin Wörner u.a., Architekturführer Berlin. Berlin: Reimer, 7., erweiterte und überarbeitete Auflage 2013

Koordinaten 2: 180.458 (Zahl laut Robert-Koch-Institut vom 24. Mai 2020, 0 Uhr, online aktualisiert 8 Uhr. Der Anstieg gegenüber dem Vortag beinhalte auch 240 Fälle aus einem Landkreis von Baden-Württemberg die am 27. Mai fälschlich nicht berücksichtig worden waren. Aus Sachsen und dem Saarland sei eine Summe übermittelt worden, die niedriger sei als die vom Vortag. Dies werde geprüft und ggf. korrigiert.) Genesene: 163.200 (vom RKI geschätzte Zahl laut Lagebericht vom 28. Mai 2020)

Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (55) – Gewitter vorm Officefenster

24.05.2020 · poliander

Am Sonntag bleiben P.s Gedanken privat. Nur soviel:

Kleine Gewitter ziehen über Berlin. Regen schauern sich ins vormittäglich gerade noch betaute Gras. Wie schön war es draußen, als wir durch die Straßen gingen. Wie schön ist es im Zimmer mit dem offenen Fenster, vor dem es sachte rauscht.

P. greift ins Bücherregal:

Rosemarie Gebauer, Frau Haselin und Drecksäck. Die wunderbare Welt unserer Sträucher und Bäume. Berlin: Transit 2016

Koordinaten: 178.281 (Zahl laut Robert-Koch-Institut vom 24. Mai 2020, 0 Uhr, online aktualisiert 8:20 Uhr.) Genesene: 159.900 (vom RKI geschätzte Zahl laut Lagebericht vom 23. Mai 2020)

Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (54) – freier Tag und freier Stuhl

19.05.2020 · poliander

Freie Tage, und wohin mit sich im Frühling?
“Wir bleiben zu Hau-”
Nein, diesmal nicht.

Wohin? Ins Neue Museum leider nicht. Immerhin der botanische Garten hat wieder geöffnet. Endlich. Sofort bestellt P. Zeitfenstertickets für ein freundliches Zeitfenster am Vormittag.

Frischer Montag, kühler Wind. Der Eingang ist verlegt, nicht Covid-Nr.-19-halber, sondern wegen allfälliger Bauarbeiten. Wir gehen auf die beiden Zerberusse (Zerberi?) zu, die, Münder und Nasen bedeckt, am Eingang wachen. Der Code der Tickets wird von fern gescannt. Dann sind wir drin.

Sind auch schon drin: Bienen in der Päonie. (Kleiner Vorgriff.)

Der Vogelgesang ist, was zuerst auffällt: nicht lauter als in des Gefährten und P.s Straße, dafür umso reicher und vielstimmiger. Feuchte Luft, überall laufen Wassersprüher. Menschen da? Erst sehen wir Bauarbeiter, dann Gärtner!nnen. Besuch kommt später, aber kommt: Zwei Frauen gehen, ihre parallel gehaltenen Arme in rhytmischen Bewegungen schwenkend, langsamen Schritts dahin. Sieht sehr gesund aus.

Dann kommt das ganze Gartenglück. Vor allem ist es grün, sehr grün, und die noch nicht gemähten Wiesen stehen in einem violetten Schleier aus Salbei. Von nahem handfest, stark riechend und etwas klebrig, ist Wiesensalbei, wenn man so drüber hinschaut, ein violetter Hauch von Nichts. Dahinter das Gitterwerk der Bauzäune, wiederum dahinter die geschlossenen Gewächshäuser, Burgen aus Glas. Im einen Feuchtbiotop sind die Aronstäbe längst verblüht, ihre riesigen Blätter aber noch in frischem Grün. Im andern Feuchtbiotop wächst das gefleckte Knabenkraut in beinahe allen Becken, egal, wie nass sie sind, und am Rande der salzigen Sandfläche, wo eigentlich nur Halophyten hingehören. Überhaupt haben ziemlich viele Pflanzen hier ihre Chancen genutzt und sich über den säuberlich in Weltregionen und Landesteile untergliederten Garten ergossen. Die Biomasse hält sich nicht an Abstandsgebote, sondern geht hin, wo die passenden Nährstoffe warten. Oder auch ganz andere.

Und überall, wo Pfingstrosen stehen und Päonien, oder ist das das gleiche?, überall schauen wir hinein. Besucherinnen krabbeln.

Was wir hörten, außer Baukrach und Vögeln? Frösche. Frösche. Frösche. Nicht vergessen, liebe Leserin, schau bei den Fröschen vorbei. Und im Duft des Duft- und Tastgartens.

Wir erzählen nicht alles, was wir sahen, hörten, rochen, ehe wir den Garten verließen. Beim Hinausgehen winkten wir den Zerberussen: Danke und bleibt gesund!

Das Schönste kam draußen: Kaffeetrinken im richtigen Café. Nicht diese Pappbecher, mit denen wir Leute im botanischen Garten sahen. Das, was P. am meisten gefehlt hat. Ziemlich gefehlt. Ein freier Stuhl im Café, extra für dich, für mich. Der Kaffee riecht einfach anders. Was heißt hier besser? Anders. Gut, wir sitzen draußen im ziemlich frischen Wind. Gut, die Tische stehen weit auseinander. Aber es kommen ziemlich viele Menschen vorbei und doch nicht zu nahe, es sind mehrere Tische besetzt, die Busse fahren, der Zeitungsladen ist geöffnet, am Imbiss nebenan machen Büromenschen und Bauarbeiter eine frühe Mittagspause, und die Kastanien stehen im Licht ihrer himmlischen weißen und roten Kerzen. Draußen sein.

Ah. Willkommen in unserer Stadt.

Koordinaten 1: BGBM. 52° 27′ 15” N, 13° 18′ 24” O
Koordinaten 2: 175.210 (Zahl laut Robert-Koch-Institut vom 19. Mai 2020, 0 Uhr, online aktualisiert 7:50 Uhr.) Genesene: 154.600 (vom RKI geschätzte Zahl laut Lagebericht vom 18. Mai 2020)

Kranz oder Krone

Druckfrisches Märchen für die Hosentasche

19.05.2020 · poliander

Soeben erschienen:

Herrn Hörmanns Einladung
Ein Märchen aus dem vergangenen Jahrhundert von Ulrike Gramann

Mit Fotografik von Else Gold. Als Zündblättchen Nr. 100 herausgegeben von Else Gold 2020. Erhältlich im Buchhandel, bei Poliander und direkt bei Else Gold.

Bezug:
Die Leberwurst war ganz erschrocken und bestürzt darüber, doch nahm sie sich ein Herz, trat in die Stube und wurde von der Blutwurst freundschaftlich empfangen.
(Brüder Grimm, Die wunderliche Gasterei)

Beginn:
Eine junge Frau, die ihr Studium nicht zu Ende gebracht hatte, lebte in der Stadt und verdiente ihr Brot mit Korrekturlesen. Jeden Mittwoch ging sie zu den Verlagen, die im alten Zeitungsviertel saßen, und fragte in den Korrektoraten nach Arbeit. War sie nun die Verlage abgelaufen und hatte hier und da einen Auftrag bekommen und ihre Beine und ihr Herz waren müde, ging sie in ein Kaffeehaus…
(Ulrike Gramann, Herrn Hörmanns Einladung)

Koordinaten: Zündblättchen. Überelbsche Blätter für Kunst und Literatur direkt bestellen bei Else Gold. Einzelpreis für dieses und alle lieferbaren Zündblättchen 1,50 zuzüglich Porto.

Buchstabenfracht · Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (53) – noch ein Sonntag im Office

17.05.2020 · poliander

Sonntags bleiben Polianders Gedanken privat.

Blick ins Bücherregal:

Oliver Bottini, Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens. Köln: Dumont Buchverlag 2017.

Koordinaten: 174.355 (Zahl laut Robert-Koch-Institut vom 17. Mai 2020, 0 Uhr, online aktualisiert 9 Uhr. Aus Rheinland-Pfalz seien am gestrigen Tag keine Daten übermittelt worden.) Genesene: 152.600 (vom RKI geschätzte Zahl laut Lagebericht vom 16. Mai 2020)

Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (52) – C. borealis überm Homeoffice

14.05.2020 · poliander

Kalte Tage im Homeoffice, kalte Winde davor, darüber die kalten Nächte. Die Eisheiligen zittern. Wolken treiben voran über die nächtlichen Himmel, P. träumt eine nächtliche Geschichte.

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Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (51) – Tag des freien Buches im Office

10.05.2020 · poliander

Sonntags bleiben Polianders Gedanken privat. Können Gedanken privat sein, wenn ein Sonntag der 10. Mai ist? Der 10. Mai ist der Tag, an dem P., Kolleg!nnen und Leser!nnen und viele andere an die Bücherbrennung am 10. Mai 1933 erinnern. Womit am besten? Wir lesen.

Blick ins Bücherregal:

Irmgard Keun, Das Werk. Göttingen: Wallstein Verlag 2017.

Wer “Das kunstseidene Mädchen” liebte, darf erfahren: Irmgard Keun hat noch viel mehr geschrieben. Wer auch “Das kunstseidene Mädchen” noch nicht kennt, darf es kennenlernen. Allerwärmste Empfehlung von Poliander.

Koordinaten 1: Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung.
Koordinaten 2: 169.218 (Zahl laut Robert-Koch-Institut vom 10. Mai 2020, 0 Uhr, online aktualisiert 9:05 Uhr), Genesene: 143.300 (vom RKI geschätzte Zahl laut Lagebericht vom 9. Mai 2020)

Kranz oder Krone
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Kranz oder Krone (50) – Stachelbeere vorm Homeoffice

06.05.2020 · poliander

Zwischen den Stacheln der Alpstachelbeere sah P. viele Blüten, manchmal von Insekten besucht, oft auch nicht. Stachelbeerglück wie in jedem Jahr? Vielleicht stellt es sich ein.

Zwischen scharfen Stacheln eine kleine Frucht. Und die Härchen der Frucht wirken selbst wie Stacheln. P. sieht es staunend, in jedem Jahr.

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Kranz oder Krone

Kranz oder Krone (49) – Kopf frei bekommen im Homeoffice

05.05.2020 · poliander

Das war doch im letzten Sommer, an einem dieser vielen heißen Tage. Der Kopf wurde ganz frei auf diesem Feld. Da gab es sogar Feldlerchen, stellen Sie sich das mal vor! Wann hat man zuletzt eine Feldlerche gehört?

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Kranz oder Krone
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