Polianders Zeitreisen

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Wie wir heute sehen

15.04.2019 · poliander

Sie sieht aus, als könnten wir sie kennen, persönlich kennen, meine ich.

Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau, um 1931, Privatbesitz Berlin, Courtesy Das Verborgene Museum, Berlin, Foto: Das Verborgene Museum, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau

Ich kenne sie aus Frankfurt, dieses Mädchen meine ich, diese junge Frau, aus dem Städel, und sie wirkte so körperlich, so gegenwärtig, und es kamen mir altmodische Gedanken ins Gehirn, als ich sie sah: als ob ich sie atmen sehen könnte.Wie das gemalt ist. Wie das gezeichnet ist, die Akte, auch die mänlichen, auch die vom Rücken her gesehenen. Der Körper wird so ernst genommen, nicht mit „liebendem Auge“auf Schönheit aus oder was eine dafür halten kann, sondern so genau, um das zu zeigen, was da ist. Und das kann man in zwei Richtungen betonen: was da ist, dort, was da ist, vorhanden.

Und Lotte Laserstein ist oft mit im Bild. sie dachte sich mit, sie zeigte ihre Arbeit. Sie geht so nahe dran. Wie das Modell vor dem Spiegel steht, nackt, mit sich beschäftigt, das heißt: mit ihrem Bild, dem Bild im Spiegel. Und die Malerin dahinter ist ebenfalls mit sich beschäftigt: mit ihrem Bild, dem Bild, das sie malt. wie sie bei den Frauen das Herbe sieht und bei den Männern das Weichbewegte. Sie malt mit beseelter Stimme.

Sie ist auf so vielen Bil.dern zu sehen, sie muss sich so sehr gefreut haben, malen zu können. Das Selbstpoträt, 1927 im Atelier, in der Friedrichsruher Straße. Die gibt es noch, diese Straße, da kann man zu Fuß hingehn.

Die sind schon über 90 Jahre alt, diese Bilder. Und sie sehen aus wie grade gemalt, nur besser vielleicht. Die sind so frisch, so gegenwärtig. Die Malkunst ist wie von einer alten, einer ganz alten Meisterin. Die Gemälde sind von jetzt. Und diese junge Frau, die sieht aus, als kennten wir sie.

Koordinaten: Lotte Laserstein (1898-1993), Ausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ in der Berlinischen Galerie vom 5. April bis zum 12. August 2019
Abbildung: Lotte Laserstein, Liegendes Mädchen auf Blau, um 1931. Foto: Das Verborgene Museum, Berlin © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Allgemein
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„Die Sportlerin“ im Schriftstellerhaus

01.04.2019 · poliander

Die Sportlerin erscheint im Dezember 2018

Lesung und Gespräch mit Ulrike Gramann
am 5. April 2019, 19.30 Uhr
im Schriftstellerhaus, Spanheimstr. 1, 13357 Berlin-Gesundbrunnen

Leser und Leserinnen sind herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei!

Koordinaten: Berlin-Gesundbrunnen. 52° 32′ 55“ N, 13° 23′ 25“ O Das Schriftstellerhaus.

Buchstabenfracht

Herzliche Einladung zu den Buchköniginnen

07.03.2019 · poliander

Die Sportlerin

Lesung und Gespräch mit Ulrike Gramann
am 14. März 2019, 19.30 Uhr
in der Buchhandlung „Buchkönigin“ [Mehr →]

Buchstabenfracht
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Condition humaine

12.02.2019 · poliander

Poliander weist sehr freundlich hin auf Projekt und Ausstellung des Coventry/Dresden Arts Exchange:

Ausstellung von Kerstin Franke-Gneuß, Lisa Gunn, Monika Marten und John Yeadon

Ausstellung in Dresden

Schön und wichtig: Ausstellung in Dresden

Die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und Coventry ist eine Geschichte von Annäherung, Verständigung und Versöhnung. Ganz in diesem Sinne rief John Yeadon aus Coventry gemeinsam mit dem Dresdner Jean Kirsten 2012 den Coventry/Dresden Arts Exchange ins Leben, der sich dem künstlerischen Austausch zwischen Coventry und Dresden widmet. Bis heute sind vielfältge Begegnungen, gemeinsame Ausstellungen und Projekte von Künstlerinnen und Künstlern beider Städte das Ergebnis. [Mehr →]

Augenweide

Die Sportlerin im Sonntagsclub

05.02.2019 · poliander

Claudia Fingerhuth und Ulrike Gramann laden herzlich ein zu Lesung und Gespräch

Die Sportlerin
mit Claudia Fingerhuth (Kickboxtrainerin) und Ulrike Gramann (Autorin)

und Ka Schmitz zeichnet! [Mehr →]

Buchstabenfracht
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Architektur mit Winkeln, Arbeit mit Weitblick

05.01.2019 · poliander

Künstlerhaus Loschwitz

Das Haus

Apfelzweige mit gelb-roten Früchten hängen im Hausflur vor der Wohnung des Künstlers Veit Hofmann, Wein rankt an einem Spalier. Handwerker hatten die Gipsfrüchte bemalt, als das Künstlerhaus Loschwitz, wo Hofmann lebt und arbeitet, in den 1970er Jahren renoviert wurde. Ursprünglich habe das ganze Haus voller Kunst gehangen, die bei den Arbeiten in dieser Zeit zerstört wurde. 1985 ist Veit Hofmann in jene Wohnung gezogen, in der er 1944 als Sohn des Künstlers Werner Hofmann geboren war. „Inmitten von Koryphäen bin ich aufgewachsen. Ich war das Kind hier, damals das einzige. Hier entstand moderne Kunst, während gleichzeitig der sozialistische Realismus propagiert wurde.“

Wie und warum das Künstlerhaus in der schönsten Wohngegend Dresdens gebaut wurde, warum es bis heute in Privatbesitz ist und trotzdem keine Goldgrube und weshalb es für Künstlerinnen und Künstler ein Ort zum Arbeiten und Leben geblieben ist, lesen Sie heute:
Wo die Individualisten wohnen
Anne Claußnitzer und ihr Bruder leiten das Künstlerhaus Loschwitz in Dresden
in der Wochenendausgabe des ND vom 5. Januar 2019
und online.

Koordinaten: 51° 2′ 46“ N, 13° 49° 23“ O

Reisebrief

Übergang soll gelingen

31.12.2018 · poliander

Alle gehen.

Eine wacht.

Dunkelheit. Eine Rakete zischt über den Horizont. Die Tiere sind unruhig in ihren Ställen, Zimmern, Hütten. Hand legt ihnen Futter hin, Hand gibt frisches Stroh, kleine Hand streicht ihnen durchs Fell.
Raketen zischen in die Höhe. Vögel schrecken, fliegen auf, lassen sich wieder nieder. Die einen haben Nester, die andren Höhlen. Sitzen an Dachrinnen, trinken draus, ducken sich ab. [Mehr →]

Begegnung
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Jetzt Weihnachten

23.12.2018 · poliander

Liebe Leserinnen und Leser,

Poliander wünscht allen fröhliche Weihnachten, frohe Feiertage, eine gute, ruhige und nachdenkliche Zeit. Kommen Sie, kommt Ihr gut durch die rauhen Nächte, aus dem alten Jahr hinaus und hinüber ins neue!

Die himmlische und die irdische Aussicht

Poliander wünscht für heute und für die Zukunft gute Aussichten und tiefe Einsichten, herzlich grüßen
Poliander und Ulrike Gramann

Koordinaten: Heiliger Abend, heilige Nächte.
Musik: Tochter Zion, freue dich

Reisebrief · Schönste Stellen

Buchpremiere: Die Sportlerin

15.11.2018 · poliander

Liebe Leserinnen, Sportlerinnen und Freundinnen spannender Lebensgeschichten,

Sie sind, Ihr seid herzlich eingeladen zur Buchpremiere:

Die Sportlerin
Die Geschichte der feministischen Kickboxerin Claudia Fingerhuth [Mehr →]

Buchstabenfracht
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Kleine Leserei

15.11.2018 · poliander

Liebe Leserin, lieber Leser,

noch einmal für alle Neugierigen und Leselustigen liest Ulrike Gramann bei der kleinen Messe BuchBerlin aus ihrem Roman

sumpfschwimmerinDie Sumpfschwimmerin

am 25. November 2018, 13:40 Uhr
im Restaurant des Mercure Hotels MOA
direkt am U-Bahnhof Birkenstraße

Ganz besonders herzlich sind Sie außerdem eingeladen, am Stand des Verlags Marta Press vorbeizuschauen!

Koordinaten: BuchBerlin. 24./25. November 2018.

Begegnung · Buchstabenfracht