Polianders Zeitreisen

Polianders Zeitreisen header image 1


Die Sumpfschwimmerin. Roman von Ulrike Gramann

27.04.2017 · poliander

Sumpfschwimmerin

Sumpfschwimmerin

 

Soeben erschien im Verlag Marta Press Hamburg:

 

 

Die Sumpfschwimmerin.
Roman. Von Ulrike Gramann

Inhalt: Inge Stein, Glückssucherin in Berlin-HauptstadtderDDR, hält sich nicht mit der Theorie der Liebe auf. Sie will politische Praxis. Doch den Staat mit Aktionen nur zu reizen, reicht ihr nicht aus. Sex, sogar Liebe reichen nicht aus. Sie begegnet Frauen aus West-Berlin: „Dass sie die Straße besetzen konnten, die wir nie besetzt oder besessen hatten, war unwiderstehlich.“ Nähe, Genossinnenschaft, Freundschaft, die eine Grenze unterläuft: Das ist viel. Reicht es aus? Inge kann sich was Besseres vorstellen, als Zwerg im sozialistischen Vorgarten von Westberlin zu sein.

 

 

Das Buch ist ab sofort im Buchhandel. Ich freue mich über zahlreiche LeserInnen, über Meinung und Kritik und komme gern, um Ihnen daraus vorzulesen.

Nächste Lesung aus “Sumpfschwimmerin” beim
Literaturfest Meißen
am 10. Juni 2017, 15:30 Uhr
im Studio Else Gold, Hahnemannsplatz 9, 01662 Meißen

Weitere Termine auf Nachfrage und natürlich bei Poliander.

Koordinaten: April 2017. Roman beim Verlag. Umschlaggrafik von Gudrun Trendafilov.

Buchstabenfracht
· ·

Welche Farbe die Welt hat, warum, für wen

10.04.2017 · poliander

Bild: Magnolia Pictures

Bild: Magnolia Pictures

Reclams Universal-Bibliothek Nr. 913 war das, Leipzig 1981: James Baldwin, Giovannis Zimmer.In irgendeinem unserer Umzüge und Teilumzüge, die wir nicht mehr zählen, muss es verlorengegangen sein. Es war eines jener schwarzen Reclamhefte, die später durch die etwas solideren hellbraunen ersetzt wurden, das Papier vergilbte bei allen schnell und wurde brüchig, in denen, die P. zerlas wie Giovannis Zimmer, umso rascher. P. wusste ganze Passagen auswendig, davon blieb ein Satz über die Kathedrale von Rheims, blieb die Art, wie man Dialoge schreibt, blieb ein Wissen über Frankreich, Männer, Sexualität, über die entscheidenden Dinge: race, class, gender. [Mehr →]

Ausgrabung
· · ·

Entscheidung zur rechten Stunde: KAIROS-Preis für binooki

29.03.2017 · poliander

Die schönen Bücher

Tolle Bücher

Inci Bürhaniye und Selma Wels, die Verlegerinnen von binooki, erhalten den KAIROS-Preis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. in Hamburg. [Mehr →]

Schönste Stellen
·

Eine Frau aus Mariupol

27.03.2017 · poliander

Fernes Bild

Fernes Bild

Als P. das Gespräch mit Natascha Wodin im Radio hörte, wusste P. gleich: Dieses Buch muss ich lesen. Natascha Wodin, ihr feiner Stil, P. lang vertraut aus dem Roman “Die Nachtgeschwister”, sprach im Radio mit dieser Stimme, wünschte sich dieses Lied. Und sie erzählte, wie sie sich im 21. Jahrhundert auf die Suche nach einer Geschichte im 20. Jahrhundert begab, geleitet vom Bild der Mutter in ihrer Erinnerung: [Mehr →]

Begegnung
· · ·

Marginalie im Geschlechterkampf

13.03.2017 · poliander

“Heute stehen mal die Frauenfußballerinnen im Mittelpunkt.”

Koordinaten: DLF, 8. November 2016, Ansage der Sportsendung durch den Moderator.

Ohrenschmaus
· ·

Heute, am 8. März

08.03.2017 · poliander

… hielt die Bäckerin P. ein Plätzchen in Herzform hin: “Zum Frauentag!” P. dankte: Bis Ostern nichts Süßes, überlegte, dann: “Und ist es nicht ein Kampftag?” Die Bäckerin: “Aber nicht doch, wär ja schlimm.” [Mehr →]

Erregung

Füchsischer Januar

31.01.2017 · poliander

straßenfuchs

Eleganter Läufer Straßenfuchs.

Januar, alle husten. “Ein Rosinenbrot bitte”, sagt der Mann beim Bäcker, und die Frau an seiner Seite ergänzt: “Ohne Rosinen!” Der Bäckereifachverkäufer zuckt nicht mit der Wimper. Ich drehe mich nicht um, um zu schauen, wie Mann und Frau aussehen, sondern nehme das Wechselgeld und trage mein Vollkornbrot nach Hause.

In der Stadt ist es trüb, Schnee fällt und schmilzt  wieder. Wir üben hier Informationsmanagement: Man darf auch dann über das Wetter schreiben, wenn zahlreiche BewohnerInnen der Stadt oder Region ihren Emotionen folgen, ohne sich der politischen Himmelsrichtung zu vergewissern, in die sie sich wenden. Wir hören morgens die Presseschau und abends “Der Hintergrund”, und am Sonntag lesen wir die Zeitung ganz durch und streiten miteinander über die Artikel. Wir sind gern uneins, aber wir sprechen nicht von “Lüge”, wenn wir bloß Irrtum für möglich halten.  [Mehr →]

Begegnung
· ·