Polianders Zeitreisen

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Im Kino gewesen. Kämpferinnen gesehn.

25.02.2016 · poliander

“Im Kino gewesen. Geweint”, soll Kafka in sein Arbeitsheft notiert haben. Diesen zugrundezitierten Satz bekommt P. nicht leicht aus dem Kopf, wenn P. im Kino jene Kämpferinnen verkörpert sieht, die für unsere demokratischen Rechte gestritten haben. Von jener Überwältigung, die Kafka erfasste, wenn in der dunklen Höhle, die das Kino ist, durchleuchtete Bilder sich ereigneten, […]

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Erregung
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Poliander im steinernen Land (3)

08.11.2015 · poliander

Armenien ist ein Land ganz aus Steinen, selbst die Buchstaben sind aus Stein und leben im Gebirge. Mesrop Mashtots suchte nach ihnen in der Bibliothek von Alexandria, erfand/er fand sie und brachte sie im Jahr 405 nach Armenien. Mesrop, ein Mönch, steht heute als monumentales, graues Denkmal vor dem Matenadaran, der schönsten Bibliothek, die P. […]

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Augenweide
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Poliander im steinernen Land (2)

05.10.2015 · poliander

“Seraphim”, sagte eine Stimme hinter meinem Rücken. Das war in Geghard, auch da gab es Augenblicke des Alleinseins. Das Land ist heiß, herb, trocken. Du hältst für glaubhaft, dass es Engel waren, die ihre Spuren auf den Schwellen hinterließen, die mit mächtigen Schultern an den Türstock stießen, dass der Fels barst, mit ihren Schultern, auf […]

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Augenweide · Reisebrief
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Wenn wir Tür an Tür wohnen, müssen wir doch etwas zusammen machen

28.02.2015 · poliander

“Und am 14. Mai kamen sie tatsächlich an, und dieser Moment ist ein absolut ohnmächtig machender Moment”, erzählt die Sängerin Cornelia Lanz: “Da kam dieser Bus mit 40 Syrern, verschleierten Frauen in der schwäbischen Landschaft an. Und wir standen am Straßenrand mit zehn Schwaben.” Und weiter:

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Begegnung
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Nicht nur im Radialsystem: Cosi fan tutte

19.02.2015 · poliander

Mozarts “Cosi fan tutte” im Berliner Radialsystem: Über das große Projekt, die Idee der Mezzosopranistin Cornelia Lanz und die Umsetzung gemeinsam mit Menschen, die vor dem syrischen Bürgerkrieg geflohen sind, mehr, sobald wir das Stück mit Augen gesehen und Ohren gehört haben. Bis dahin schauen Sie selbst: Cosi fan tutte 21. und 22. Februar 2015 […]

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Augenweide · Ohrenschmaus
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Polianders Lieblingsbuch 2014

23.01.2015 · poliander

Wörter oder Unwörter des Jahres 2014, unheilvoll klingen sie alle. “Schwarze Null” kam nur auf Platz 2, “Götzseidank” auf Platz 3, und zwar beides nicht beim Wettbewerb ums “Unwort”. P. schlägt “Unwort” als Unwort des Jahrzehnts vor. Auf Platz 2 kommt ein Satz des Jahres 2014: “Ist (Name eines Fussballers) der deutsche Erlöser?” P. fragt […]

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Erregung
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Warum Grimm?

07.07.2014 · poliander

Warum Grimm? Althochdeutsch hieß das grim, auch grimmi, ein dem West- und Nordgermanischen gemeinsames Wort, sagen die Brüder, grim, das gibt es altsächsisch, angelsächsisch, altfriesisch und so weiter, sagen die Brüder auch. Sagen heißt hier: Sie schrieben es. Wäre die Schrift nicht schon in der Welt gewesen, die beiden Brüder hätten sie erfunden.

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Buchstabenfracht
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Die Verehrte

17.11.2013 · poliander

Poliander Theatergängerin, glühend auf billigen Plätzen, im deutschen Theater kostete die Restkarte 3 Mark, den Platz suchte man sich selber. Die achtziger Jahre: Alexander Lang inszenierte “Dantons Tod”, sofort legendär spielte Christian Grashof darin Danton und Robespierre, ja, das geht, sofort verliebt waren alle in die Stimme von Margit Bendokat, Marion. Sofort verehrte jede Julie, […]

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Erregung
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Über alles gelobtes Land: Jerusalem

26.07.2013 · poliander

Als David die Burg Zion eroberte, war Jerusalem bereits alt.(Simon Sebag Montefiore) Eines schönen Tages, genau zu sagen, in einer der zwölf Nächte zwischen 2012 und 2013 bekam P. ein Buch geschenkt, das höchst glaubhaft und unzähliger Quellen versichert die Geschichte der Stadt Jerusalem erzählt. Bereits 5.000 Jahre vor Christus lebten Menschen an diesem Ort […]

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Ausgrabung
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Rauscherzeugende ästhetische Genüsse

02.11.2012 · poliander

Wäre Berlin die Welt, läg er an ihrem Ende: ein Garten ganz im Nordwesten, in Heiligensee, an der Wildbahn, an der Hasenfurt, zwischen Bäumen, kleinen Straßen und Flurstücken von absurder Namensschönheit. Haltestelle Bekassinenweg. Die Bekassine ist der Vogel des Jahres 2013, man nennt sie auch Meckervogel und Himmelsziege. P. weiß nicht, ob es am Bekassinenweg […]

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Erregung
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