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	<title>Polianders Zeitreisen &#187; Wegelagerei</title>
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	<description>ULRIKE GRAMANN SCHWENKT DEN HUT</description>
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		<title>Du bist im Hof</title>
		<link>http://www.poliander.de/2011/10/06/du-bist-im-hof/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 20:22:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchstabenfracht]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>
		<category><![CDATA[Worte und Sprüche]]></category>

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		<description><![CDATA[Koordinaten: Nachrichtenübermittlung 2011. Ohne Ball brauchst du nicht oben zu kommen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3371" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.poliander.de/files/2011/10/nachricht.jpg"><img class="size-medium wp-image-3371" src="http://www.poliander.de/files/2011/10/nachricht-300x183.jpg" alt="Komm sofort heim!" width="300" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Komm sofort heim!</p></div>
<p>Koordinaten: Nachrichtenübermittlung 2011.<br />
<a href="http://lyrikline.org/index.php?id=162&amp;author=km01&amp;show=Poems&amp;cHash=8f6efcb61b">Ohne Ball brauchst du nicht oben zu kommen!</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Jagdglück</title>
		<link>http://www.poliander.de/2011/06/08/jagdgluck/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erregung]]></category>
		<category><![CDATA[Schlechter Stern]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Aa-ach-kreck! Erschreckt wendet sie den Blick zum offenen Fenster, vierter Stock, sieht die Vögel vorbeistürzen, die Elster eigentlich nur, nicht das kleinere, von ihr erwischte Tier, von dem nun ganze Federbüschel hochfliegen, am Fenster vorbei, grau und gewölbt, sie passten ins Innere der Kinderhand, die sie fängt. Ein Kind ist nicht da, und schon ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aa-ach-kreck!</p>
<p>Erschreckt wendet sie den Blick zum offenen Fenster, vierter Stock, sieht die Vögel vorbeistürzen, die Elster eigentlich nur, nicht das kleinere, von ihr erwischte Tier, von dem nun ganze Federbüschel hochfliegen, am Fenster vorbei, grau und gewölbt, sie passten ins Innere der Kinderhand, die sie fängt. Ein Kind ist nicht da, und schon ist es zu spät, sich aus dem Fenster zu lehnen, auch nur eine zu haschen, über Augenhöhe ein Federschwarm,  über Traufhöhe nun, eine einzelne Feder schwebt hinterher, hinauf, zögert vorm Fenster und wird erwischt vom weitmaschig fallenden Regen. Der Blick findet sie nicht, die Vögel, nicht die Jägerin, nicht das Gejagte. Oder ist das der Entkommene dort, auf einem der obersten Äste der Birke? Er scheint schwer zu atmen, oder bildet sie sich das ein?</p>
<p>Minutenlang zetert noch die beutelose Elster.</p>
<p>Koordinaten: zehn Meter haushoch, Nachgewitterlandregen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Poliander lauscht fremden Dialekten</title>
		<link>http://www.poliander.de/2011/03/23/poliander-fremde-dialekte/</link>
		<comments>http://www.poliander.de/2011/03/23/poliander-fremde-dialekte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 22:18:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchstabenfracht]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnstation]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>
		<category><![CDATA[Worte und Sprüche]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Der wo koi Recht hed, hed immerhin Unrecht.&#8221; Christine Prayon Koordinaten:  48° 47&#8242; N, 9° 11&#8242; O. Selber mehr hören und sehen: Christine Prayon am Bahnhof in Stuttgart.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Der wo koi Recht hed, hed immerhin Unrecht.&#8221;<br />
<a href="http://www.christineprayon.de/vita.html">Christine Prayon</a></p>
<p>Koordinaten:  48° 47&#8242; N, 9° 11&#8242; O.<br />
Selber mehr hören und sehen: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=06c02tza_2E&amp;feature=related">Christine Prayon am Bahnhof in Stuttgart</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Im Schatten fremder Beine</title>
		<link>http://www.poliander.de/2011/02/01/im-schatten-fremder-beine/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 12:50:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisebrief]]></category>
		<category><![CDATA[Absteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Déjà-vu]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Frau 1: Gucke mal, die könntch auch brauchen. Frau 2: Findest du? Frau 1: Meinst du, die sind zu knapp? Frau 2: (schweigt) Frau 1: Die passen sich an. So was habb ich noch ni. Händlerin: (lächelt) Frau 1: Die passen jedor. Händlerin: (lächelt) Frau 1: Ein Paar hiervon bitte! Händlerin: Gern. Poliander (zu sich): [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_2543" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em><em><a href="http://www.poliander.de/files/2011/02/die-beine.jpg"><img class="size-medium wp-image-2543" title="Beine am Domplatz" src="http://www.poliander.de/files/2011/02/die-beine-300x225.jpg" alt="Beine am Domplatz" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Am Domplatz</p></div>
<p><em>Frau 1:</em> Gucke mal, die könntch auch brauchen.<br />
<em>Frau 2:</em> Findest du?<br />
<em>Frau 1:</em> Meinst du, die sind zu knapp?<br />
<em>Frau 2</em><em>: (schweigt)</em><br />
<em>Frau 1:</em> Die passen sich an. So was habb ich noch ni.<br />
<em>Händlerin: (lächelt)</em><br />
<em>Frau 1: </em>Die passen jedor.<br />
<em>Händlerin: (lächelt)</em><br />
<em>Frau 1:</em> Ein Paar hiervon bitte!<br />
<em>Händlerin:</em> Gern.</p>
<p><em>Poliander (zu sich):</em> Früher war hier nur der Gemüsemarkt.</p>
<p>Koordinaten: <a href="http://www.erfurt.de/ef/de/entdecken/webcam/domplatz/">50° 59&#8242; N, 11° 2&#8242; O</a>, Sonnabend, -5° Celsius</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Technisch einwandfrei gelöst</title>
		<link>http://www.poliander.de/2010/12/19/technisch-einwandfrei-geloest/</link>
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		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 11:57:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schönste Stellen]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdewechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Straße gehen Sonntagfrüh zwei Männer, einer zieht einen Schlitten, in dem ein Mädchen sitzt, Kosmonautenanzug, Mützenpudel, Winkewinkehand rechts. Die linke Hand liegt fest in der einer Frau, die den Schlitten begleitet, die Mutter, nehmen wir an. Der Schlitten besteht aus zwei blauen Bierkisten, die hintereinander auf je eine ihrer Seitenwände gelegt und starr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Straße gehen Sonntagfrüh zwei Männer, einer zieht einen Schlitten, in dem ein Mädchen sitzt, Kosmonautenanzug, Mützenpudel, Winkewinkehand rechts. Die linke Hand liegt fest in der einer Frau, die den Schlitten begleitet, die Mutter, nehmen wir an. Der Schlitten besteht aus zwei blauen Bierkisten, die hintereinander auf je eine ihrer Seitenwände gelegt und starr miteinander verbunden sind, so dass die seitlichen Schienen der Kisten sozusagen Kufen bilden, mit denen das Gefährt über den bereits angetretenen, gleichwohl dicken und federnden Schnee gleitet. Das Kind sitzt in einem auf der hinteren Bierkiste befestigten Pappkarton, der von unten und seitlich gegen die Kälte schützt. In der morgendlichen Stille wirkt das Knirschen unter den Stiefeln der Leute beinahe hallend. Die blauen Quasikufen gleiten lautlos. Die vier Leute lachen.</p>
<p>Wie, Sie wollen ein Foto sehen? Wir erwarten Ihre vollkommene Einbildungskraft!</p>
<p>Koordinaten: 52° 28&#8242; 14&#8221; N, 13° 19&#8242; 20&#8221; O, &#8211; 10° C, unterschiedlich bewölkt, leichter Schneefall.</p>
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		<title>Hunkelers Unbotmäßigkeit</title>
		<link>http://www.poliander.de/2010/12/03/hunkelers-unbotmaessigkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Dec 2010 10:58:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Rätseln]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Poliander raucht nicht nur , sondern stopft sich auch gern starken kriminalistischen Tobak ins Pfeifchen. (Ja, genau jenes Pfeifchen, das die Möchtegernkünstlerin, die Polianders Gefährtin mal war, im Schatten hoher Dünen rauchte, wenn der Ostwind drückte.) Poliander hört gern Radio. 2008 hört Poliander das Hörspiel in vier Folgen &#8220;Hunkeler und der Fall Livius&#8221;. P. verpasst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2137" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.poliander.de/files/2010/11/hunkeler.jpeg"><img class="size-medium wp-image-2137" title="Taschenbuchliebe" src="http://www.poliander.de/files/2010/11/hunkeler-200x300.jpg" alt="Taschenbuchliebe" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Taschenbuchliebe</p></div>
<p>Poliander raucht nicht nur <a href="http://www.poliander.de/2009/08/24/poliander-liest-unbekannter-erdteil/">feministischen Feinschnitt</a>, sondern stopft sich auch gern starken kriminalistischen Tobak ins Pfeifchen. (Ja, genau jenes Pfeifchen, das die Möchtegernkünstlerin, die Polianders Gefährtin mal war, im Schatten hoher Dünen rauchte, wenn der Ostwind drückte.) <span id="more-2131"></span>Poliander hört gern Radio. 2008 hört Poliander das Hörspiel in vier Folgen &#8220;Hunkeler und der Fall Livius&#8221;. P. verpasst die vierte Folge. Den Kriminalroman gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht zu kaufen. Doch der Mord, der in einer Basler Kleingartenkolonie geschah, die schon zum Elsass hin liegt, auf französischem Hoheitsgebiet, lässt nicht nur Kommissar Peter Hunkeler keine Ruhe, sondern auch P. nicht.  P. liest ersatzweise &#8220;Hunkeler macht Sachen&#8221;. Dann endlich: das Buch. P. ist überrascht, P. ist zufrieden, P. hat bekommen, was P. wollte. Dreiländereck, Ermittlungen in die Geschichte hinein, Auflösung aus der Geschichte heraus.</p>
<p>Poliander liebt es, von Ermittlerinnen zu lesen. Hunkeler hingegen ist ein starrsinniger, längst nicht mehr junger Mann, der geht langsam auf sein Ziel zu, allerdings nicht gemächlich. Der weiß mehr, als er wissen kann. Der blufft. Der nimmt sich frei, der ermittelt im Elsass, was er als Schweizer Polizist nun mal nicht darf, der fährt nach Baden-Baden und legt sich in die Sauna und schaut den Leuten beim Schwimmen zu, der nimmt Urlaub und ermittelt trotzdem, der wird suspendiert und ermittelt trotzdem, und bitteschön!, sagt Poliander, ob das realitätsnah ist, wie der sich durchsetzt in der Polizei und wie ihn der Staatsanwalt anbrüllt und ob überhaupt der Staatsanwalt ihm was zu sagen hätte und all das, das lässt P. doch kalt. P. liebt auch Hunkelers Freundin Hedwig, die abreist, wenn Hunkeler nur noch arbeitet, die nach Colmar fährt und sogar Paris, mit ihrer Freundin und ohne ihn, und wenn er nicht bis dann und dann, Sie wissen schon, sagt P.: Dann würde sie sich sogar von ihm trennen. Da geht dann bald die Ermittlung dahin, wo sie hin soll, und ein glückliches Ende ist nicht mit der Ermittlung, aber mit Hedwig und Hunkeler schon. Denn Hedwig verbindet Hunkeler das Ohr, aber hält ihm nicht das Händchen, und wenn Hunkeler fragt, warum es immer noch klappt, so schön, mit ihr, sagt sie: &#8220;Weil wir uns lieben, Dummkopf.&#8221; Das ist was Reelles, denkt die Leserin dann. Realitätsnähe gibt es in allen Romanen mit Hunkeler genug, über diese Gegend, Schweiz, Baden, Elsass, und über die Leute, die da wohnen. Bitteschön, sagt Poliander, lass doch den Staatsanwalt brüllen, das ist nicht wichtig! Wichtig ist, nicht zu schnell zu lesen, damit es immer noch einen Roman mit Hunkeler gibt, den man bald lesen kann.</p>
<p>Koordinaten: <a href="http://www.basel.ch/">Basel</a> 47° 33&#8242; N 7° 36&#8242; O, <a href="http://www.krimilexikon.de/schneid2.htm">Hansjörg Schneider über Hunkeler</a>, <a href="http://www.hoerspielstation.de/krimi/hunkeler-und-der-fall-livius.html">Hörprobe &#8220;Hunkeler und der Fall Livius&#8221;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hyänen</title>
		<link>http://www.poliander.de/2010/06/28/hyaenen/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 13:10:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgrabung]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>
		<category><![CDATA[Worte und Sprüche]]></category>

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		<description><![CDATA[Buchversand: &#8220;Liebe Poliander! Da Sie Bücher von Ror Wolf gekauft oder bewertet haben, freut es Sie sicher, dass &#8216;Schau heimwärts, Engel&#8217; am Juli 2010 erscheint.  Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar vor! Thomas Wolfe, Schau heimwärts, Engel, Preis 29,90€, Erscheinungsdatum Juli 2010. Mit freundlichen Grüßen &#8211; Ihr Buchversand&#8221; Poliander: &#8220;Lieber Buchversand, das haben sich Ihre Maschinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Buchversand:</em><br />
&#8220;Liebe Poliander!<br />
Da Sie Bücher von Ror Wolf gekauft oder bewertet haben, freut es Sie sicher, dass &#8216;Schau heimwärts, Engel&#8217; am Juli 2010 erscheint.  Bestellen Sie jetzt Ihr Exemplar vor! Thomas Wolfe, Schau heimwärts, Engel, Preis 29,90€, Erscheinungsdatum Juli 2010. Mit freundlichen Grüßen &#8211; Ihr Buchversand&#8221;</p>
<p><em>Poliander:</em><br />
&#8220;Lieber Buchversand,<br />
das haben sich Ihre Maschinen<span id="more-1541"></span> gut gemerkt, ich habe Bücher von Ror Wolf gekauft, auch ein Hörspiel übrigens. (Letzteres scheinen Ihre Maschinen vergessen zu haben.) Ror Wolf ist einer meiner liebsten Hörspielautoren. Auch andere Wölfe in der Literatur, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Virginia_Woolf">Virginia</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christa_Wolf">Christa</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wolf">Friedrich</a> (doch! auch Friedrich, besonders die Geschichte von Pit Pikus und der Möwe Leila) &#8211; und meinetwegen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Wolfe">Tom</a> sind mir jenseits von Schreibweisen lieb und wert. Vom Film (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Wolf">Konrad</a>) ganz zu schweigen. Doch reizt mich der Kauf von R.s Büchern zum Kauf von T.s  so viel und so wenig, wie mich das Handbuchs der Frauenkräuter zum Kauf der Neuauflage des japanischen Gebrauchsmusterrechts verlockt. So. Und über Präpositionen reden wir ein andermal. Mit freundlichen Grüßen &#8211; Ihre Poliander&#8221;</p>
<p>Liebe Leserin,<br />
ob Sie Bücher von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ror_Wolf">Ror Wolf</a> gelesen, womöglich auch bewertet haben &#8211; ich weiß es nicht. Haben Sie eines seiner Hörspiele gehört? Tun Sie es! Nicht mir, sich selbst zur Liebe! Wenn Sie nicht wissen, wo beginnen, hören Sie &#8220;Hyänen&#8221;. Und, liebe Leserin, wenn Ihr Herz ein feministisches, ja wenn es überhaupt ein Herz, sagen wir, wenn Ihr Herz ein Herz und also feministisch ist, finden Sie den Weg zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%BCpfelhy%C3%A4ne#Sozialverhalten">Tüpfelhyäne</a>. Herzlich grüßt: Ihre Poliander</p>
<p>Koordinaten: * 29.  Juni 1932, * 3. Oktober 1900 † 15. September 1938, offener Brief, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eigentliche_Hy%C3%A4nen">Eigentliche Hyänen</a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wahnwa</title>
		<link>http://www.poliander.de/2009/09/05/wahnwa/</link>
		<comments>http://www.poliander.de/2009/09/05/wahnwa/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 16:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohrenschmaus]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Frau (lehnt sich über den Koffer, mit dem sie den Zugang zu ihrem Abteil verstellt hat): Wahnwa jetz schon in Fulda oda nich? Poliander (kommt aus Richtung von Wagen 8, trägt eine Teetasse): ? Frau: Wahnwa jetz schon in Fulda oda nich? Poliander (noch nicht ganz auf Höhe der Abteiltür): Sprechen Sie mit mir? Frau: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Frau (lehnt sich über den Koffer, mit dem sie den Zugang zu ihrem Abteil verstellt hat)</em>: Wahnwa jetz schon in Fulda oda nich?<em><br />
Poliander (kommt aus Richtung von Wagen 8, trägt eine Teetasse)</em>: ?<em><br />
Frau</em>: Wahnwa jetz schon in Fulda oda nich?<em><br />
Poliander (noch nicht ganz auf Höhe der Abteiltür)</em>: Sprechen Sie mit mir?<em><br />
Frau</em>: Ja.<em><br />
<span id="more-733"></span><br />
Poliander (auf Höhe der Abteiltür)</em>: Was haben Sie gefragt?<em><br />
Frau</em>: Wahnwa jetz schon in Fulda oda nich?<em><br />
Poliander</em>: Ich weiß nicht.<em><br />
Frau</em>: Weil ja keena mehr durchkommt.<em><br />
Poliander</em>: Der nächste Bahnhof wird normalerweise auf dem Monitor dort angezeigt <em>(deutet)</em>.<em><br />
Frau</em>: Un was steht da?<em><br />
Poliander</em>: Das kann ich von hier nicht lesen.<em><br />
Frau (lehnt sich über ihren Koffer, schaut zum Monitor, dann empört)</em>: Ich och nich!<em><br />
Poliander (ab)</em>.</p>
<p>Koordinaten: Zeitvertreib in Wagen 7, ICE nach Berlin zwischen Frankfurt und Kassel</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Nasturtium officinale</title>
		<link>http://www.poliander.de/2009/05/04/brunnenkresse/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 10:58:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
				<category><![CDATA[Begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnstation]]></category>
		<category><![CDATA[Déjà-vu]]></category>
		<category><![CDATA[Wegelagerei]]></category>

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		<description><![CDATA[Als der Zug zwischen Oßmannstedt und Weimar durchfuhr, sah ich: Das Gras ist grüner. Es liegt an dem Dunst, der sich zwischen den Hügeln hält, an dem Regen, dem Wind, der nur langsam geht zwischen den Feldern. In Erfurt goss es aus Eimern, ich war zum Arbeiten hier, Vorlesen, das ist schöne Arbeit, Arbeit für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_443" class="wp-caption alignleft" style="width: 308px"><a href="http://www.poliander.de/files/2009/05/dom_und_severi2.jpg"><img class="size-medium wp-image-443" src="http://www.poliander.de/files/2009/05/dom_und_severi2-298x300.jpg" alt="Dom und St. Severi im Leitungsverhau" width="298" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dom und St. Severi im Leitungsverhau</p></div>
<p>Als der Zug zwischen Oßmannstedt und Weimar durchfuhr, sah ich: Das Gras ist grüner. Es liegt an dem Dunst, der sich zwischen den Hügeln hält, an dem Regen, dem Wind, der nur langsam geht zwischen den Feldern.</p>
<p><span id="more-363"></span>In Erfurt goss es aus Eimern, ich war zum Arbeiten hier, Vorlesen, das ist schöne Arbeit, Arbeit für Geld dabei. Erfurt war die erste Stadt, die ich selbst wählte, vor dreißig Jahren. Am Tag nach dem Lesen, vorm Mittag, gingen A. und ich auf den Markt, ein Drang von früher trieb mich zum Beutemachen. Früher ging ich mit dem Korb, morgens halb sieben, die Glocken läuteten, sie läuteten seit fünf Uhr morgens unentwegt in Erfurt-Mitte, eine Kirche rief immer zum Dienst in <a href="http://www.erfurt.de/ef/de/leben/gemeinden/"><em>Erfordia turrita</em></a>, ich war vom Dorf, ich kannte keinen Markt, nur das Weiterreichen und Verkaufen von Garten zu Garten. Es war so städtisch, auf einen Markt zu kommen und bei einer Bäuerin zu kaufen.  An diesem Erfurter Donnerstag dreißig Jahre später trieben Schwaden von den Bratrosten her, Touristen stiegen die Domstufen hoch, wir musterten die Stände, Zitronenthymian war nicht die Beute, nicht Ananassalbei, und auch die Akeleien, die auf ihren Stengeln schwankten, konnten keine Beute sein. Eine Frau, kleiner, als ich sie in Erinnerung hatte, glitt vor mir ins Bild, ich erkannte sie an ihrem Griff an die feine Strähne vor dem Ohr, die sie zu glätten versuchte, obwohl sie glatt war, Dr. J., Literaturwissenschaftlerin.</p>
<p>Dr. J., ihre Haare sind blond, ich schaue zu A., A. begrüßt eine Bekannte, man trifft immer Bekannte in Erfurt, wenn nicht am Domplatz, dann am Anger, wenn nicht am Anger, dann am Wenigemarkt. Dr. J. ist kleiner geworden, ich etwa nicht?, dreißig Jahre, ich gehe ihr nach, ich berühre sie am Arm, sie schaut mich an, sie schaut weg, &#8220;Ach&#8221;, sagt Dr. J., ich sage: &#8220;Ja.&#8221; Wo komme ich her, was mache ich hier, wo lebe ich jetzt? Gut, sagt sie, geht es ihr, und lebe ich, ich errate die Frage, Ja, ich lebe davon, Nein, es ist keine gute Frage. Nach zwei Minuten sind wir schon uneins. Ist es nicht, sagt sie, die einzige, die alles entscheidende Frage? Nein, sage ich, sie beantwortet sich im Augenschein. Waren wir je einig, denke ich, habe ich laut gedacht? &#8220;Doch&#8221;, sagt sie, natürlich, sie vertritt ja die Frau in der Literatur, die kenne ich auch, diese Frau, Heldin auf dem Papier, Herrscherin über das Papier, Sklavin, addicted to words. Was tut sie nun?, Großmutterdienste in der Stadt, ehrenamtlich, ihre Freunde lachen, mir gefällt es, dass sie das tut, es ist handfest, ich vergesse die Frage von vorhin, dann ein Lidschlag, Blick zum Dom, der Moment vorbei, Verlegenheit kommt auf, es gibt nichts zu erzählen nach dreißig Jahren, oder alles, und wer will das wissen, alles? A. erlöst mich, ihre Bekannte ist fort, sie wartet, &#8220;Sie entschuldigen&#8221;, jetzt ganz Konversation, selbstverständlich, da ist es zwölf, Glocken läuten, das stört das Gespräch und rührt immer, adieu also und alles Gute, das unbedingt, alles Gute.</p>
<p>Wir hatten den Stand schon gehabt, eben, vorher meine ich, da lag sie in großen Kisten, feucht, grün, grüner und feuchter als alles, brüchige Blättchen, scharf, salzig: <a href="http://www.heilkraeuter.de/lexikon/brunnenk.htm"><em>Nasturtium officinale</em></a>. A. führte mich nun über den Platz, die Glocken läuteten noch immer, ich tratschte schnell etwas über Dr. J., während wir erneut die Stände durchmusterten, aber nirgend war das Kraut so grün und so feucht wie am ersten: Beute, wir retteten sie vor der Sonne, und A. brachte mich zum Zug, das Gras ist grüner, dachte ich, er fuhr an, der Zug. Schärfer, feuchter, grüner &#8211; ich rettete den Beutel erneut, nun auf den Gepäckrost -, aber, dachte ich, das war kein Grund zum Bleiben. Ich drehte mich zum Fenster, um A. zu winken.</p>
<p>Koordinaten: Erfurt, 1979, 2009</p>
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		<title>Polianders Einflüsterung</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 20:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>poliander</dc:creator>
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<p class="MsoNormal">Sitzen in einer Kirchenbank, du könntest gehen. Zerstreut greift die Hand nach dem Gesangbuch, das eine Gläubige vergaß, geh doch, du könntest gehen. Du hast alles gesehen hier, du bist allein, niemand hält dich. Zu träge zu gehen, du blätterst, „so fern der Ost vom Abend“, das war, als sie die Himmelsrichtungen nach Tageszeiten benannten, die Tageszeiten nach Himmelsrichtungen. Wer das schrieb, „Johannes Gramann, genannt Poliander, Reformator und Dichter in Königsberg.“ Königsberg, das ist doch Kant, ist Kant nicht der gestirnte Himmel über dir, das Sittengesetz in dir, du hast keine Ahnung vom Sittengesetz. Und vom Himmel, dem gestirnten, mit den Sternen, seinen Sonnen, seinen Asteroiden und Kometen, Satelliten und den Scherben von Raumstationen, die ohne Schwere, aber mit ungeheurer Wucht- was? Mit seiner Stirn. Was geht hinter ihr vor, der Stirn des Himmels? Kant? Hinter Kant, in einer Falte der Zeit verborgen, geht Poliander. Den kennt keiner, sagt eine Stimme. Niemand sagt Poliander, der nicht Luther sagt, und wenn du Luther sagst, kommt dir die Reformation hinterdrein. Aber die Stimme sagt nicht Luther, die sagt: Poliander, Dichter, sagt sie, Dichter zu sein ist die dunkle Seite des braven Mannes, des tapferen, was brav eigentlich heißt, hast du’s vergessen? Nein. Poliander zeigt seine Stirn einen Augenblick unter den Sternen, Poliander winkt mit einem Schirm, Reiseleitung, sagt die Stimme, ich fühle den Luftzug, ich sehe den Mantel, Bewegung im Seitenschiff. Er winkt nicht noch einmal, sagt die Stimme, Nimm die Seele in die Hand und geh, du kannst in der Zeit reisen, wenn du in der Relativität zu Hause bist. „Theorie“, sagt die Stimme der Vernunft, „es heißt Relativitätstheorie.“ Noch einmal dreht er sich um, Poliander, Na und, sagt er und hebt den Schirm. Geh ihm nach.</p>
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