Es ist einer dieser schwülen Tage, an denen man schwitzt, obwohl man friert, an denen auf Gewitterwolkendunkelheit spitzes, weißes Licht folgt, wechselnd und wieder von vorn. Kein Jogger rennt durch die Sonntagsmittagsöde der Archivstraße im bürgerlichen Süden, gleich hinter jener Kreuzung mit Gartenlokal, wo sich Schnauzbebartete und Damen im Blumenkleid zum Dixieland-Frühschoppen treffen. Also die [...]
Geheimnisvoller Besuch – Vodou in Berlin
30.07.2010 · poliander
Poliander rückwärts
23.12.2009 · poliander
Fragt mich das alte Westberlin: “Gehn wir mal in die Badensche?”, ja, gehn wir hin. Die Badensche Straße liegt dunkel, die Fenster haben die Jalousie übers Gesicht gezogen, die hängt noch so vom Sommer, oder hängt die immer so, ja die hängt immer so. “Ihr seht aus, als wär draußen Winter”, ruft der Wirt.
Ohrenschmaus
Magie · Souvenir · Völkerwanderung
Wasser, ein Werk
15.11.2009 · poliander
Das war im Herbstanfang, (von Abend, hätte Stifter geschrieben), auf gradem Weg von Brest nach Berlin, ins Urstromtal. Über sechs Prozent Berlins sind von Wasser bedeckt, das macht mehr Wasserfläche aus als die Venedigs, Amsterdams und Stockholms zusammengenommen. Aber Berlin liegt nicht am Meer, und die Spree ist ein Fluss, der keiner ist, der [...]
P. liest: unbekannter Erdteil
24.08.2009 · poliander
Stunden hatten wir verbracht im Kloster, im Mosteiro dos Jerónimos in jenem Vorort Lissabons, wir hatten die Kirche durchstreift und gläubige Frauen beobachtet, die durch Einwurf von Münzen elektrische Kerzen einschalteten, so ein Opfer praktizierend, das der Vormoderne und dem Technologiezeitalter zugleich angehörte. Wir hatten Kreuzgang und Klosterhof durchmustert, schließlich hatte ich, meinen Begleiter hinter [...]
Buchstabenfracht · Schönste Stellen
Destination · Leuchtfeuer · Magie
Das Katzenglück
16.08.2009 · poliander
Es fing mit dem Winter an. Es war Winter, es war Wetter, bald nach Neujahr, ich fuhr nach Leipzig. Poliander saß mir im Nacken, arbeiten, sagte P., weniger zaudern. Ich kränkelte, P. ließ es nicht gelten.
Vom Bahnhof ging ich zu Fuß, sie, die ich sprechen wollte,